Kolkata & Odisha 2026 Travelogue
27. Februar - So you think you're a Romeo, You're playing a part in a
picture-show, Well, take the long way home (New Delhi Aerocity)
Ausschlafen
bis 9Uhr, spätes Frühstück, Koffer und Tasche packen und wiegen, der
Inlandsflug erlaubt nur 15kg. Etwas schreiben, Zeit verbummeln und ab
zum Flughafen. Abschied von Mr. Prathan, gute Wünsche und ein Umschlag mit Trinkgeld, das er gut gebrauchen kann.
Warten
am Gate, der unvermeidliche Wechsel des Gates, und dann habe ich mich
etwa 2 Stunden auf den morgigen Flug von Delhi nach Frankfurt gefreut.
Jabba war wieder da, okkupierte durch seine Leibesfülle etwa 20% meines
Sitzes, schlief ein und schnaubte, während ich mich mit schmerzhaft zur
linken Seite gebogenen Wirbelsäule an seine klebrige Kunstlederjacke
kuschelte, die ihm auch rein haptisch etwas Außerirdisches verlieh.
Der
Flug morgen wird wunderbar, Frühstück in der Lounge, einen Champagner
auf dem Rollfeld, viel Platz und kein Jabba, denn wir haben wieder die
Option wahrgenommen, in die Business Class zu dürfen, und darauf freuen
wir uns!
In Delhi angekommen begann das Abenteuer, irgendwie
mussten wir ja nun zum Hotel kommen. Laut Internetseite des Flughafens
gibt es vertrauenswürdige pre-paid Taxis, die man im Inneren des
Terminals an Ständen, die von der Polizei betrieben werden, buchen
kann. Natürlich gab es das nicht. Draußen Pick Up Punkte von Uber und
Ola, beide mit sehr langen Schlangen, mehrere pre-paid Taxi
Stände, die aber von privaten Betreibern geführt werden, und
tatsächlich einer der Polizei. Ratri kaufte dort eine Fahrt zum Hotel
für 450INR, was für 4,5km viel, für 20min, die man dafür
braucht, ok ist, schließlich rangiert der Indira Gandhi
International Airport mit einem Passagieraufkommen von rund 80mio
Fluggästen in den letzten 12 Monaten weltweit auf Platz 9. Sofort stand
ein Fahrer bei ihr und sagte "mitkommen", nur weiß man ja gar nicht, ob
der etwas mit dem Ticketstand zu tun hat, oder einen zu einem Hotel
seiner Wahl fährt oder Schlimmeres. Also nochmal nachfragen, ja, bitte
mit dem mitgehen. Bis kurz vor dem Hotel ging alles gut, dann das
übliche Drama, bis hier hin geht es, danach weitere 200INR für
irgendwelche Einfahrt- und Parkgebühren. Diskussion, Lamentieren, laut
werden, bestimmt bleiben, dann waren es noch 100INR und endlich am
Hotel angekommen sagte die Angestellte, der Fahrer wolle 30INR, die die
Einfahrt in Aerocity möglicherweise wirklich kostet, sein geplantes
Trinkgeld hatte er damit leider vermurkst.
Immerhin war die
Buchung des Ibis' kein Scam, wir bekamen unser Zimmer, und auf die
Nachfrage, ob wir denn morgen ein vertrauenswürdiges Taxi buchen
könnten, wurde auch das mit "ja" beantwortet, für 900INR. So bescheißen
eben alle auf ihre Art und Weise, die armen Schweine und die reichen.
Später fanden wir heraus, dass man nach 650m Fußmarsch mit der Metro
zum Terminal 3 fahren kann, für 21INR, und das probieren wir morgen aus.
Zum
Abendessen spazierten wir in das Herz von Aerocity, eine
Glitzerwelt aus Hotels, Firmengebäuden, Wohnanlagen und Malls mit jeder
Art von Shopping und lauten, teuren Restaurants. In der Fress-Ecke im
Untergeschoss war die Fast Food Elite der Welt versammelt, Pizza,
Burger, Gyros, Döner, Donuts, aber auch indische und chinesische Küche.
Und der neue Superstar unter den schnellen Gerichten, Ramen, und das
wurde es dann auch, eine Kuuraku Ramen Combo und eine Karamen Combo,
der in Planung befindliche Urlaub in Südkorea wirft seine Schatten
voraus, auch wenn Ramen natürlich aus Japan stammt.

Der
Abend endete mit dem teuersten Bier der Reise an der Bar des Ibis',
aber immerhin ein indisches Bier zum Abschied, auch wenn der Name nicht
so klingt.
